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Aufbrüche und Einschränkungen in der Arbeit im francophonen Arbeitsbereich

Juni 15, 2019

In einem zusammenhängenden Berichtsblock wurden an der Tagung der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodisten in Wettingen verschiedene Aspekte der Arbeit in Frankreich und Nordafrika vorgestellt. In Frankreich sind mit dem Projekt «Vitalité» vielversprechende Prozesse in den Kirchgemeinden in Gang gekommen. Die Arbeit in Nordafrika geschieht teils unter starken Einschränkungen.

Seit rund sieben Monaten arbeitet Iris Bullinger im Bereich GemeindeEntwicklung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) für den francophonen Bereich und ist dort auch für das Projekt «Vitalité» verantwortlich. In Wettingen schilderte sie, wie diese Projektarbeit in den Kirchgemeinden neues Leben, neue Freude und neue Dynamik ermöglichen soll.

In Kirchgemeinden, die sich auf den Prozess einlassen, wird mit Gemeindemitarbeitenden an unterschiedlichen Kernfragen gearbeitet: Was bedeutet Kirche zu sein? Wie gestalten wir Gemeindeleben? Was empfindet eine Person, die neu zu unserer Gemeinde stösst? – Die Verantwortlichen arbeiten daran, die eigene Identität zu klären und zu schärfen und setzen sich mit Fragen der Leiterschaft auseinander.

Hoffnungsvolle Zeichen

Vierzehn Gemeinden sind in den Prozess eingestiegen. Erste Hoffnungen und Zeichen, dass Gemeinden wieder evangelistischer werden, sind sichtbar, aber auch Angst und Unsicherheit darüber, dass man sich ändern muss.

Im französischsprachigen Teil der Jährlichen Konferenz gibt es seit einigen Jahren die personelle Herausforderung, dass zu wenig Pfarrpersonen zu finden sind. Dass nun zwei Personen sich für den Weg ins Pfarramt interessieren und ein Praktikum im französischsprachigen Bereich machen, freut die Verantwortlichen.

Schwierige Rahmenbedingungen

Berichte von Verantwortlichen zeigen, welche Herausforderungen in Algerien und in Tunesien bewältigt werden.
In Algerien wird unter schwierigen Bedingungen die Gemeindearbeit mutig und zuversichtlich gestaltet. In Tunesien finden im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen statt. Dadurch entsteht auch Unsicherheit. Die kirchliche Arbeit kann dort immer wieder in überraschenden Kontexten fruchtbar werden. Pfarrer Freddy Nzambe erzählte, wie Beerdigungen und Trauungen Gelegenheiten sind, neue Kontakte zu knüpfen und Menschen das Evangelium zu verkünden. Auch Kontakte zu einer Fernsehstation wurden möglich. Es entstand eine Sendung über christliche Glaubenserfahrungen. Er dankte für alle Gebete für die Methodist/innen in Nordafrika. Zwei Delegierten nahmen diesen Impuls aus und beteten für die Situation in Nordafrika.

Marc Nussbaumer / S.F.
(Beitragsbild: EMK Schweiz)

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