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Vorstand der Methodisten arbeitet neu mit einem Jahreszyklus

Juni 15, 2019

«Wir befinden uns in einem Turnaround. Nicht die Schwelle von den Menschen zu uns ist zu hoch, sondern unsere Schwelle zu den Menschen», sagte Roland Affolter am Freitag zu den Delegierten an die Jährliche Konferenz (Synode) der Methodist/innen. Als Co-Präsident des Vorstandes  gab er einen Einblick in dessen Arbeit.

Der Vorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche EMK) Schweiz, Frankreich, Nordafrika setzt sich zusammen aus je sechs Pfarrpersonen und Laien und dem Bischof. Zur Arbeitsweise des Vorstandes wies Affolter darauf hin, dass sie sich zu einem Drittel mit geistlichen Themen beschäftigen. Für den Vorstand sei wichtig kompromissbereit und konsensorientiert zu arbeiten. Grundlegend orientiere sich der Vorstand an Vision («Unterwegs mit Christus – von Gott bewegt – den Menschen zugewandt») und Mission der EMK («Menschen in die Nachfolge von Jesus Christus führen, um so die Welt zu verändern»). Daraus leite der Vorstand seine Strategie ab: «Gottes Auftrag – Unser Weg», zu der der Vorstand drei Konkretionen formuliert hat: Innovation fördern und Bewährtes weiterentwickeln; Bewusstsein bilden und motivieren; in Regionen die missionarische Zusammenarbeit fördern.

Konsequenzen der Generalkonferenz-Beschlüsse bedenken

Roland Affolter berichtet, dass der Vorstand sich auch Gedanken dazu gemacht habe, wie mit den Beschlüssen der Generalkonferenz umgegangen werden soll. So habe der Vorstand David Field gebeten, eine Kurzfassung zu seinem Buch «Zu lieben sind wir da» zu verfassen, das gemeinsam mit dem Buch den Gemeinden und Hauskreisen helfen soll, zur Thematik ins Gespräch zu kommen. Zudem hat der Vorstand beschlossen, eine gemischte Spurgruppe mit Teilnehmenden aus Frankreich und der Schweiz zu bilden, um einen möglichen, weiter gemeinsamen Weg zu finden. Ausserdem werden Gesprächsmöglichkeiten für die Bezirke angeboten.

Jahreszyklus als Arbeitsinstrument des Vorstandes

Mit dem «Jahreszyklus» hat sich der Vorstand ein Arbeitsinstrument für die Gestaltung seiner Arbeits gegeben. Auf diese Weise soll für die nächsten drei bis fünf Jahre zu verschiedenen Themen eine Portfolio-Sicht entwickelt werden. Der Jahreszyklus wird nach einem Jahr evaluiert und, wo nötig, angepasst werden. Alle Gremien des Vorstandes, das Kabinett sowie die Bezirke sind darin integriert und beteiligt.

Gesprächsbedarf zur Statistik

Der Vorstand möchte die Statistik der aktuellen Situation der Gemeinden anpassen und möchte in Zukunft die demographischen Daten nach Altersgruppen erfassen. Aus dem Plenum wurde der Vorstand ermutigt, die Statistik grundsätzlich zu überarbeiten, da diese noch zu stark davon ausgehe, dass eine Gemeinde im Wesentlichen von einem Sonntags-Gottesdienst geprägt wird. Die Kinder- oder Sozialgruppen während der Woche bildeten dagegen eine andere Form von speziell ausgerichteten Gottesdiensten, die in den bisherigen Daten nicht erfasst werden können. Zudem wäre es interessanter, wieviele Menschen durch unsere Angebote erreicht werden, als im einzelnen zu zählen, wie viele an einem bestimmten Tag anwesend sind.

Markus Bach
Beitragsbild: EMK Schweiz

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