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Wie viel Einheit ist möglich? Spurgruppe nimmt Arbeit auf

November 8, 2019

Am 28. Oktober traf sich die Spurgruppe der Jährlichen Konferenz (Synode) Schweiz, Frankreich, Nordafrika der Methodist/innen zum ersten Mal. Sie soll angesichts der aktuellen Differenzen in der Beurteilung praktizierter Homosexualität Szenarien entwerfen, wie die Methodist/innen in möglichst grosser Einheit miteinander unterwegs sein können.

Die Entscheide der ausserordentlichen Generalkonferenz Ende Februar 2019 wurden unter Methodist/innen weltweit und auch innerhalb der Jährlichen Konferenz (Synode) Schweiz, Frankreich, Nordafrika sehr unterschiedlich aufgenommen. Die an der ausserordentlichen Generalkonferenz bekräftigte negative Beurteilung «praktizierter Homosexualität» wird von einem Teil der Methodist/innen in der Schweiz, Frankreich und Nordafrika unterstützt. Andere setzen sich dafür ein, diese negative Beurteilung zu überwinden und LGBTQ-Personen voll ins kirchliche Leben zu integrieren.

Arbeitsgruppen suchen Wege

Auf unterschiedlichen kirchlichen Ebenen wurden aus diesem Grund Arbeitsgruppen eingesetzt, die konkrete Vorschläge ausarbeiten, wie die Methodist/innen in möglichst grosser inhaltlicher und/oder struktureller Einheit weiterhin miteinander unterwegs sein können, obwohl sie in dieser Frage sehr unterschiedlicher Meinung sind. Eine Studiengruppe mit Personen aus dem neben der Schweiz, Frankreich, Tunesien und Algerien elf weitere Länder umfassenden Bischofsgebiet von Bischof Patrick Streiff (Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa) hat Ende Juni die Arbeit aufgenommen. Am 28. Oktober traf sich nun erstmals auch die an der Tagung der Jährlichen Konferenz im Juni eingesetzte Spurgruppe.

Ja zueinander und zum Auftrag

Die Gruppe ist vielfältig zusammengesetzt und repräsentiert die grosse Bandbreite von Überzeugungen innerhalb der Jährlichen Konferenz Schweiz, Frankreich, Nordafrika. Das erste Treffen diente dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und alle auf den gleichen Informationsstand zu bringen. Ausserdem setzten die Gruppenmitglieder sich mit dem vom Vorstand formulierten Arbeitsauftrag auseinander und stimmten zu, diesen erfüllen zu wollen. Die Gruppe hat demnach den Auftrag «mehrere Szenarien» zu entwickeln, «wie die Jährliche Konferenz Schweiz, Frankreich, Nordafrika in möglichst grosser (inhaltlicher und/oder struktureller) Einheit weitergehen kann. Dabei sollen Menschen mit traditionellem Verständnis und LGBTQ-Menschen in unseren Reihen voll Freude und Engagement ihren Platz in einer oder mehreren zukünftige/n Kirche/n oder Kirchenteilen finden und voll am kirchlichen Leben teilhaben können.»

Weitere Treffen geplant

Bis März 2020 sind vier weitere Treffen geplant, über die jeweils zügig informiert wird. Ausserdem sind für den 11. und 25. Januar Informations- und Gesprächsanlässe in der Schweiz geplant, zu denen die Mitglieder der Jährlichen Konferenz und allenfalls weitere Verantwortungsträger eingeladen werden.

Information aus dem ersten Treffen der Spurgruppe (PDF)

S.F.
Beitragsbild: stocksnap.io

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