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Tagung der Methodisten in Hunzenschwil eröffnet

November 16, 2019

An der Tagung der Methodist/innen in Hunzenschwil werden die Delegierten heute, 16. November über Fragen der Solidarität sowie des Umgangs und der Verteilung der Finanzen miteinander beraten. Am Morgen wurde die Tagung mit einem geistlichen Teil eröffnet.

Bischof Patrick Streiff stellte an den Anfang der Tagung in Hunzenschwil Überlegungen zum Verhältnis und zur Beziehung zwischen Liebe und Erkenntnis. «Wir möchten die zwei Dinge, die zu sehr getrennt wurden wieder vereinen: Erkenntnis und gelebte Frömmigkeit», hatten die Brüder John und Charles Wesley, die am Anfang der methodistischen Bewegung stehen, ihre Überzeugung formuliert. Doch wie solle die Zuordnung erfolgen, fragte der Bischof in seinem Input.

Im Anschluss an einen Bibeltext aus 1.Kor 8,1-3 suchte er das Verhältnis von Erkenntnis und Liebe zu bestimmen. Seine Gedanken nahmen Bezug auf die konkreten Themen der Tagung, grundsätzlicher aber auf den Umgang mit unterschiedlichen Bewertungen ethischer Fragen. Im Hintergrund waren die aktuellen innerkirchlichen Diskussionen um die Bewertung «praktizierter Homosexualität» wahrnehmbar.

Erkenntnis sei nicht etwas Schlechtes. Paulus aber weise auf die Auswirkungen hin. «Die Erkenntnis macht hochmütig», führe zu einer Haltung des oben und unten: «Ich weiss es, du nicht.» Liebe dagegen habe die Gemeinschaft als ganze, die Beziehung im Blick. «Liebe baut auf.»  «Gerade in der Kirche haben sich Christen immer wieder über die ‹wahre Erkenntnis›, über die ‹richtige Wahrheit› getrennt. Sie haben sich nicht daran getrennt, dass ihre Liebe zu reich geworden wäre», sagte Bischof Streiff. Er forderte auf, die Diskussionen und Gespräche an der Tagung so zu führen, dass die Erkenntnis zunimmt – und zugleich die Förderung der Gemeinschaft massgebend sei.

S.F.
Beitragsbild: EMK Schweiz

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