Bezirk
de

Homosexualität und Bibel? Studientag der Methodisten in Bern

November 30, 2019

An einem Studientag in Bern setzen sich Methodist/innen mit den Fragen auseinander, ob gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften kirchlich anerkannt werden sollen, ob sie durch kirchliche Amtsträger gesegnet werden dürfen und ob homosexuelle Personen Pfarrerin oder Pfarrer sein können. Geplant sind Referate aus biblischer und psychologischer Sicht. Erwartet werden rund 450 Personen aus der ganzen Schweiz.

Kirchen und Freikirchen diskutieren Fragen der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und den Umgang mit LGBTQ+-Personen. Die Meinungen sind kontrovers. Führen die Auseinandersetzungen zum Bruch? Oder ist das, was Christ/innen miteinander verbindet, stärker?  In manchen Kirchen, wie in der United Methodist Church, zu der auch die Schweizer Methodist/innen gehören, scheint vieles auf eine Trennung aufgrund dieser Fragen hinzuweisen.

Miteinander diskutieren

Die Schweizer Methodist/innen schaffen heute, 30. November in Bern eine Plattform für Diskussionen. An dem öffentlichen Anlass geht es um die Frage, ob Christ/innen die Bibelstellen zur Homosexualität unterschiedlich verstehen – und dennoch miteinander in einer Kirche verbunden sein können. Dr. Roland Gebauer und Dr. Jörg Barthel, Professoren der Theologischen Hochschule Reutlingen, Ausbildungsstätte der Methodist/innen im deutschsprachigen Raum, werden pointiert unterschiedliche Auslegungen der biblischen Stellen vortragen. Sie zeigen dabei auch differierende Möglichkeiten, die Bibel als Ganze zu verstehen. Ihre Referate laden die Teilnehmenden ein, ihre eigenen Ansichten einzubringen und zu klären – und dabei zu entdecken, was trotz Unterschiede mit anderen Christ/innen verbindet. Neben den Referaten sind Gesprächsgruppen und eine Podiumsdiskussion am Nachmittag teil des Programms. Angemeldet haben sich rund 450 Personen aus der ganzen Schweiz, überwiegend aus der Methodistenkirche, rund 40 Personen auch aus anderen Kirchen und Freikirchen.

S.F.
Beitragsbild: EMK Schweiz / sf