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Food Waste am WEF vermindern: Gäste im 4Reasons

«4Reasons» minderte die Verschwendung von Lebensmitteln am WEF

25. Januar 2020

«Food Waste» während des «World Economic Forum» (WEF) zu reduzieren, war das Ziel eines von Methodistenpfarrer Stefan Pfister und Hotelier Cyrill Ackermann initiierten Projekts. Nach dem Ende der Aktion fällt die erste Bilanz positiv aus. Ob das Angebot auch im kommenden Jahr wieder stattfindet, wird sich nach einer ausführlichen Auswertung ergeben.

Über 900 Mahlzeiten wurden im Pop-up-Restaurant «4Reasons» während des WEF in Davos verteilt. Weitergegeben wurden Lebensmittel, die Freiwillige bei zwölf Davoser Hotels und einer Bäckerei in Davos abgeholt hatten. Dort waren sie ursprünglich für die Teilnehmer/innen am WEF vorgesehen gewesen, dann jedoch nicht benötigt worden. Methodistenpfarrer Stefan Pfister hatte dieses Projekt zusammen mit dem Davoser Hotelier Cyrill Ackermann initiiert, um so die Verschwendung von Lebensmitteln am WEF zu reduzieren. Der kleine Landrat der Gemeinde Davos hatte als Lokalität das Langlaufzentrum zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Davoser Betriebe und 20 Freiwillige unterstützten die Aktion.

Schlange stehen

Das Projekt fand ein sehr positives Echo: Die Davoser/innen nutzten das Angebot rege. «Am meisten hat mich begeistert, dass die Davoser Bevölkerung so mitgemacht hat», sagt Stefan Pfister. Es sei so etwas wie ein riesiges Fest gewesen. «Alle Reaktionen, die zu uns gekommen sind, waren überwältigend.» Verschiedene Personen hätten auch angeboten, bei Bedarf selbst mitzuarbeiten. Die rund 6500.- Franken an Spenden, die für die Mahlzeiten zusammenkamen, sollen Kinder- und Jugendprojekten in Davos zugute kommen. Überrascht war Stefan Pfister auch vom grossen Interesse der Medien: Zeitungen, Radio und Schweizer Fernsehen berichteten über das Projekt.

«Food Waste» nicht umfassend verhindert

Pfister ist sich im Klaren darüber, dass trotz dieses Projekts am WEF immer noch sehr viele Lebensmittel weggeworfen werden mussten. Das Projekt sei über das WEF hinaus  aber «hoffentlich ein Gedankenanstoss: Wie gehen wir mit Essen und Essensabfällen um?», sagte er gegenüber dem Schweizer Fernsehen.

Fortsetzung folgt?

Die beiden Initianten werden nun mit den anderen Mitgliedern des Projektteams die Aktion auswerten. Pfister hofft, dass sie auch im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden kann. Und sogar ein paar weitere Ideen, die an das Projekt anschliessen, hätte er schon. Aber die seien noch nicht spruchreif…

S.F.
Beitragsbild: Stefan Pfister

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Meldungen zur Aktion

NZZ, TagesAnzeiger
SRF: Regionaljournal Graubünden vom 22.1.2020
SRF: «Schweiz aktuell» vom 23.1.2020

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