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COVID-19: Bundesratsentscheid mit Folgen auch für methodistische Veranstaltungen

14. März 2020

Am gestrigen Freitag, 13. März, informierte der Bundesrat über weitere Schritte, mit denen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamt werden soll. Auch für die Methodist/innen in der Schweiz haben die Entscheide Konsequenzen.

Die gestern vom Bundsrat vorgestellen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus bringen markante Einschnitte für das öffentliche Leben. Schulen und Bildungseinrichtungen werden geschlossen. Ab sofort sind auch starke Beschränkungen für Veranstaltungen vorgesehen. Anlässe mit mehr als 100 Teilnehmer/innen sind verboten.

Präventionsmassnahmen müssen eingehalten werden

Bei Veranstaltungen mit weniger Teilnehmer/innen müssen Präventionsmassnahmen eingehalten werden. Kranke Personen dürfen nicht an solchen Anlässen teilnehmen. Ausserdem müssen besonders gefährdete Personen geschützt werden. Veranstalter müssen die Teilnehmer/innen gut sichtbar über Hygienemassnahmen informieren. Des weiteren müssen die räumlichen Verhältnisse so angepasst werden, dass die Hygienemassnahmen – etwa der Abstand der Personen zueinander – eingehalten werden können. Diese Bestimmungen gelten bis zum 30. April.

Für die Umsetzung und die Überprüfung der Massnahmen sind die Kantone verantwortlich. Diese erarbeiten für ihren Verantwortungsbereich die notwendigen Bestimmungen. Betroffen von diesen Neuregelungen sind auch die Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen der methodistischen Gemeinden.

Gottesdienste ab sofort abgesagt

Die Distriktsvorsteher/innen der Methodist/innen in der Schweiz haben nach der Medienkonferenz die verantwortlichen Personen in den Kirchgemeinden angeschrieben. Sie empfehlen, ab sofort und bis mindestens Palmsonntag (5. April) keine Gottesdienste mehr durchzuführen. Das sei ein einschneidender Schritt, «weil der Gottesdienst am Sonntagmorgen für viele unserer Gemeindeglieder ein zentraler Ort der Begegnung mit Gott und miteinander ist», heisst es in dem Schreiben. Doch angesichts der aktuellen Situation sei dieser Schritt notwendig «zum Schutz der Gesundheit der Menschen, insbesondere von Personen der Risikogruppen».

Livestream und Podcast

Für die Gottesdienste stellt der Bereich Kommunikation der Methodist/innen in der Schweiz Anleitungen zur Verfügung, wie Gottesdienste allenfalls durch Livestreams ergänzt oder durch Videos bzw. Podcasts ersetzt werden können. Geprüft wird ausserdem die Möglichkeit, ob an einem zentralen Ort ein Gottesdienst gefeiert werden kann, der live gestreamt und allen Methodist/innen in der Schweiz zugänglich gemacht werden kann. Die Entscheidungen hierüber fallen kommende Woche. Die Details  werden  auf der Informationsseite der EMK Schweiz zum Coronavirus publiziert. Dort finden sich auch jeweils aktuelle Informationen über weitere Schritte.

Keine öffentlichen Anlässe mehr in Österreich

Ähnlich drastische Massnahmen wie der Bundesrat hatte gestern auch die österreichische Regierung bekannt gegeben. Auch dort führen die Methodist/innen vorerst keine Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen mehr durch. Nach einem Gespräch von Kirchenvertreter/innen mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und anderen Vertreter/innen der Regierung sei beschlossen worden, «dass öffentliche Gottesdienste und Versammlungen ab Montag weitestgehend ausgesetzt» werden, melden die Methodist/innen in Österreich.

S.F.
Beitragsbild: Centers for Disease Control and Prevention

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Weitere Informationen

Die Informationsseite der EMK Schweiz zum Coronavirus wird regelmässig aktualisiert und den neuesten Entwicklungen angepasst.

Die Anleitungen für Livestream bzw. Video / Podcast finden sich im Internen Bereich der EMK Schweiz (Anmeldung erforderlich)