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Predigtpreis für Laien der MEthodisten

Ausgezeichnete methodistische Markenzeichen

Mai 18, 2020

Der «Methodistische Predigtpreis für Laien» wurde an 12 Prediger/innen verliehen. Auch zwei Schweizer Methodistinnen wurden geehrt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte keine öffentliche Preisverleihung erfolgen. Die Predigten erschienen inzwischen als Buch.

Anfang Mai war in der Nähe von Stuttgart der emkongress, eine Art «Kleiner Kirchentag» mit Methodist/innen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland geplant gewesen. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen behördlichen Auflagen musste der Anlass abgesagt werden. Davon betroffen war auch die Auszeichnung preiswürdiger Predigten von acht Frauen und vier Männern. Verliehen wurde der Preis dennoch – abseits der Öffentlichkeit. Nun ist ein Buch erschienen, in dem die ausgezeichneten Predigten abgedruckt sind.

Methodistisches Markenzeichen

Dass Laienpersonen in der Verkündigung aktiv sind, sei «Markenzeichen des Methodismus», schreibt Walter Klaiber, Bischof i. R. der Methodist/innen in Deutschland, im Vorwort zum Buch «Welch ein Schatz!». Es enthält die Predigten der Laien, die von der Jury einen Preis erhalten haben. Seit den Anfängen der methodistischen Bewegung haben auch Laien mit ihrer Verkündigung die methodistischen Kirchen mitgestaltet.

Zwei Schweizerinnen geehrt

«Die Qualität der prämierten Predigten hat uns überzeugt», erklärt Rainer Bath, der die sechsköpfige Jury leitete. Siebzig Einsendungen waren bei den Verantwortlichen eingegangen. Zwölf Predigten wurden prämiert. Zwei der prämierten Predigten wurden von Frauen aus der Schweiz eingereicht: Hanna Gerber aus Solothurn und Vreni Wirth-Scholian aus Graubünden. Zwei weitere Preisträger sind aus Norddeutschland: Jörg Mathern aus Gelsenkirchen und Dr. Ursula Thiel-Freese aus Lüdinghausen. Die anderen Ausgezeichneten sind aus dem süddeutschen Raum: Susanne Bader aus Erlangen, Judith Bader-Reissing aus Stuttgart, Dietmar Frank aus Laichingen, Ulrike Göhler aus Weinstadt, Dr. Christine Haag-Merz aus Böblingen, Dominik Müller aus Darmstadt, Dr. Michael J. Parnham aus Bad Soden im Taunus und Petra Sklenar aus Gerstetten.

Aus dem Leben gegriffen

«Anfangs waren wir unsicher, welches Echo diese Ausschreibung hervorrufen würde«, erzählt Bath als vorsitzender Juror. Er weiss um die Herausforderungen des Predigens und die Schwierigkeit der Wertung von Predigten. Nach Sichtung der eingegangenen Predigten seien sie sich in der Jury aber einig gewesen: Die Ausschreibung «hat sich gelohnt». Jetzt hoffe die Jury darauf, «dass diese Predigten Menschen dazu ermutigen, den Ruf in die Verkündigung des Evangeliums zu hören». Personen, die im Ehrenamt predigten, griffen nämlich auf eine Erfahrungswelt zurück, die den Hauptamtlichen in der Kirche kaum zur Verfügung stehe. «Davon», so Bath weiter, »leben diese Predigten«. Ausserdem zeugten diese Predigten auch «von der guten theologischen Ausbildung von Laien in unserer Evangelisch-methodistischen Kirche».

In einem Video kommen die mit dem Predigtpreis ausgezeichneten acht Frauen und vier Männer zu Wort. Sie erzählen über das, was sie zum Predigen motiviert und was sie für sich selber daraus gewinnen.

Klaus Ulrich Ruof (emk.de)
Beitragsbild: Bildungswerk der EmK in Deutschland

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Video mit Statements der Preisträger/innen

Ausbildung von Laienpersonen in der EMK Schweiz

«Welch ein Schatz!»: Das Buch, in dem die zwölf ausgezeichneten Laienpredigten abgedruckt sind, kann (nur) online bezogen werden beim Gotoralf Verlag.