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Vater und Sohn beim Glacé-Essen

Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub? – Na klar!

27. August 2020

Am 27. September wird das Schweizer Stimmvolk über die Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs befinden. Mitarbeiter bei den Methodist/innen in der Schweiz profitieren bereits sei 2019 davon. Pfarrer Johann Wäfler war einer der Ersten.

Anfang März 2019 kam bei Familie Wäfler mit Nathan das dritte Kind zur Welt. Bei den beiden anderen Kindern konnte Johann nur gerade die ihm bis dahin zustehenden drei Urlaubstage beziehen. Anders dann bei Nathan. Denn seit Anfang 2019 haben Mitarbeiter der Methodistenkirche Anspruch auf zwei Wochen Vaterschaftsurlaub.

«Für uns war das super»

Für sie als Familie sei das wichtig gewesen, sagt Johann Wäfler. So konnte er während der fünf Tage, in denen seine Frau Mirjam mit Nathan noch im Spital war, zu den beiden anderen Kindern schauen. «Und die zwei Wochen haben uns auch geholfen, uns als Familie in der neuen Situation einzufinden.» Zusätzlich hatte Johann noch eine weitere Ferienwoche angehängt dafür. «Für uns war das super», sagt er rückblickend.

Mirjam und Johann Wäfler sind beide je teilzeitlich tätig. Sie teilen sich auch sonst die Aufgaben von Haushalt und Erziehung der Kinder. Umso mehr war die Möglichkeit des Vaterschaftsurlaubs willkommen und ergänzte dieses Familienkonzept hervorragend.

Familienfreundlich

Die Methodistenkirche in der Schweiz hatte den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub 2019 im Rahmen einer Zertifizierung durch die Fachstelle UND eingeführt. Im vorausgehenden Prozess hatten die Verantwortlichen überlegt, welche Veränderungen oder Anpassungen dazu führen könnten, dass für Angestellte der Methodistenkirche Familie und Beruf besser vereinbar sind. Eine der vorgenommenen Anpassungen war der Vaterschaftsurlaub. An der Tagung der Jährlichen Konferenz (Synode) 2019 wurden die Methodist/innen dann als erste Schweizer Freikirche mit dem Prädikat «Familie UND Beruf» ausgezeichnet. In Bewerbungsgesprächen zeigt sich, dass Bewerber/innen die Zertifizierung durch die Fachstelle positiv wahrnehmen.

S.F.
Bild: Johann Wäfler (zVg)

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