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S. Schlatter

Das Neue Testament aus der «Adlerperspektive»

Dezember 9, 2020

Im methodistischen Kirchenkosmos bietet das «Dynamo»-Kursangebot mit vielfältigen Weiterbildungsmodulen für Nichttheologen ermutigende Ressourcen für die Mitarbeit in der Kirche. Sibylle Schlatter hat gerade das Modul zum Neuen Testament absolviert. Das Angebot hat sie sehr überzeugt.

«Ich finde es nicht immer einfach, in der Bibel zu lesen», sagt Sibylle Schlatter. Bibelstellen oder ganze Bücher widersprächen ihrer Vorstellung von einem Gott, der Liebe ist, oder scheinen dieser Vorstellung zumindest zu widersprechen. «Anderes finde ich schwierig zu verstehen und zu fassen, zum Beispiel manche kompliziert formulierten Paulussätze oder die Bildsprache der Offenbarung.»

Einen Überblick gewinnen

Nun hat sie bei der Dynamo-Ausbildung das Fach «Neues Testament» absolviert. «Im Rückblick merke ich, dass es für mich wertvoll war, das Neue Testament einmal aus der Adlerperspektive zu betrachten» erzählt Schlatter. Da gehe es weniger um einzelne Verse und Detailfragen, sondern um einen Überblick, einen Blick auf die grossen Linien. «Mir hilft dieser Blick aus der Adlerperspektive, einzelne Verse ins ‹rechte Licht zu rücken› und im Kontext besser zu verstehen.»

Informieren und diskutieren

Die Familienfrau hat an der Universität Bern Ethnologie und Soziologie studiert. Heute wohnt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern im Kanton Zürich. Bei den Methodist/innen ist sie als «Predighelferin» engagiert. Das sind freiwillige Mitarbeiterinnen, die Gottesdienste gestalten. In ihrer Beschäftigung mit der Bibel habe sie gemerkt, dass es wertvoll ist, Hintergrundinformationen über biblische Texte zu erhalten und mit anderen über die Bibel und den Glauben im Gespräch zu sein. «Und zwar in einem ehrlichen Gespräch, in dem Fragen und Zweifel Raum haben und in dem hinterfragt werden darf, was als gesetzt gilt.»

Breit gefächert und methodistisch

In den vergangenen Jahren hat Schlatter darum als Gaststudentin verschiedene Fächer am TDS in Aarau besucht. Vor rund einem Jahr hat sie die Dynamo-Ausbildung der Methodist/innen begonnen. «Mir gefällt, dass Dynamo vielfältig und fachlich breit ist, von Bibelkunde über Kirchengeschichte und Predigtlehre bis zu Seelsorge.» Zugleich lerne sie mehr über die methodistische Kirche, ihre Geschichte und ihre Theologie.

Allen, die «interessiert sind an theologischen und kirchlichen Themen, die noch viele offene Fragen haben, gerne dazulernen und gerne lesen» empfiehlt Sibylle Schlatter das «vielleicht ein bisschen zu wenig beachtete» Kursangebot von «Dynamo» einmal näher anzuschauen. «Wer weiss, was sich daraus ergibt?»

S.F. / Sibylle Schlatter
Beitragsbild: zVg

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Dynamo – Theologie für die Gemeindepraxis

Der Dynamo-Kurs ist modular aufgebaut. Er vermittelt Rüstzeug für die Mitarbeit in der Verkündigung in den Bereichen: Bibel, Spiritualität, Verkündigungspraxis, Seelsorge. Der modulare Aufbau ermöglicht es auch, nur einzelne Module zu besuchen.