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Betend in Gott geborgen

4. Januar 2021

Am 24. November 2020 ist Margrith Boller-Aeschlimann gestorben. Sie war die Ehefrau des 2014 verstorbenen Methodistenpfarrers Benjamin Boller.

Margrit Boller-Aeschlimann wurde am 27. September 1925 in Basel geboren. Die Eltern führten ein Lebensmittelgeschäft. Als Margrith 13 Jahre alt war, starb ihre Mutter nach längerer Krank­heit. Daraufhin musste sie die Schule abbrechen. Sie füllte fortan im Lebensmittel­geschäft die Lücke aus, die ihre Mutter hinterliess. So endete ihre Kindheit sehr früh und abrupt.

Eine zweite Heimat fand sie in der Gemeinde der Methodistenkirche in Basel. Dort ging sie in die Sonntagsschule und später in den Jugendbund. Sie hatte Freude am Singen und besuchte deshalb treu die Gesangstunden der Gemeinde.

In der Methodistenkirche lernte sie auch Benjamin Boller kennen und lieben. Nach dessen Ausbildung zum Methodistenpfarrer heirateten die beiden 1953. Dem Paar wurden drei Kinder geschenkt. Der Pfarrdienst von Benjamin Boller führte die Familie nach Gerlafingen, Langnau i.E., Rheineck, Rupperswil, Gelterkinden/Sissach und Flaach.

Nach der Pensionierung durfte das Paar in Niederuzwil 22 ausserordentlich schöne Jahre erleben und geniessen. Im Mai 2007 mussten sie jedoch von ihrer Tochter Esther Abschied nehmen. Sie starb nach längerer Krankheit im Alter von 51 Jahren. Aus gesundheitlichen Gründen entschied sich das Paar 2010 für einen Umzug ins Wohn- und Pflegeheim nach Eschlikon. 2014 starb dort Benjamin Boller im Alter von 90 Jahren.

Das tragende Fundament des Lebens von Margrith Boller-Aeschlimann war die im Gebet lebendige Beziehung zu Gott. Für ihre Kinder hatte sie stets ein offenes Ohr und nahm Anteil an deren Ergehen. Sie war der ruhende Pol in der Familie und sorgte neben ihren Verpflichtungen in der Gemeinde aufopfernd für ihre Lieben.

Zwei Wochen nach einer Streifung, bei der sie die Fähigkeit zu Sprechen verlor, ist Margrith Boller-Aeschlimann am 24. November 2020 fried­lich eingeschlafen und in ihrem ewigen Zuhause erwacht.