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Pfarrer Stefan Moll

Methodistenpfarrer neuer stellvertretender Leiter des Care-Teams im Aargau

Januar 21, 2021

Seit Anfang Januar ist Stefan Moll stellvertretender Leiter des Care-Teams des Kantons Aargau. Der Methodistenpfarrer, der in Baden und in der Schlagerfamilie arbeitet, ist schon seit 2003 im kantonalen Care-Team dabei. Seit 2016 ist er ausserdem Regionalleiter der Region Baden.

Nach belastenden Ereignissen, einem Unfall oder einem plötzlichen Todesfall, wird das Care-Team aufgeboten. Ein oder mehrere Care-Giver kommen und begleiten betroffene Personen oder Institutionen unmittelbar nach dem Ereignis. Sie tragen dazu bei, dass sie einen allfälligen Schockzustand überwinden und die Situation möglichst aus eigener Kraft bewältigen können.

Nötig und wirksam

«Mich dort einzusetzen, wo es wirklich nötig ist und wo es auch wirkt, das entspricht mir sehr», begründet Pfarrer Moll, warum er beim Care-Team mitarbeitet. Er ist einer von fast 40 Personen im Care-Team Aargau. Zwischen 120 bis 150 Mal werden Personen aus dem Care-Team pro Jahr zu Einsätzen aufgeboten.

Im Kanton Aargau ist das Care-Team seit 2004 in das «Kantonale Katastrophen Einsatzelement» (KKE) integriert. So kann es auch bei Grossereignissen eingesetzt werden. Seit 2019 wird es durch die Kantonale Notrufzentrale (Telefon 144) aufgeboten.

Einsätze koordinieren

Stefan Moll arbeitet seit 2003 im Care-Team des Kantons Aargau mit. Seit 2016 ist er Regionalleiter der Region Baden. Er koordiniert den Einsatz in dieser Region und entscheidet, wie viele Care-Giver bei einem Ereignis eingesetzt werden. Meist sei das eine Person. Manches Mal seien auch mehr nötig. «Wenn zum Beispiel Familien mit Kindern betroffen sind, hat es sich sehr bewährt, dass wir zu zweit gehen. Bei grösseren Ereignisse werden auch mehr Care-Giver eingesetzt.»

Anfang Januar 2021 hat er nun auch die Aufgabe als stellvertretender Leiter des Care-Teams für den Kanton Aargau übernommen. Das bedeute, dass er sich noch vermehrt mit Fragen auseinandersetzt, die für das Care-Team des ganzen Kantons wichtig sind. «Aktuell sind wir zum Beispiel im Vorstand daran, den Rekrutierungsprozess zu überarbeiten.» Ist Martin Schaufelberger, der Leiter des Care-Teams, abwesend, dann kommen alle Fragen, die das gesamte Care-Team betreffen, zu ihm.

Berührend und bewegend

«Diese Aufgabe im Care-Team ist sehr bereichernd», sagt Moll über seinen Einsatz beim Care-Team. Mitten in einer Notlage erlebe er tief berührende und bewegende Momente. «Da wachsen Menschen über sich hinaus – gerade auch Kinder – , und stellen sich ihrem Schicksal. Man lernt unglaublich viel von Menschen, die von so einem schweren Geschick betroffen sind.»

S.F.
Beitragsbild: zVg

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