Bezirk
de
Bischöfin Sharma D. Lewis hält die Morgenandacht

Keine Bischofswahlen vor 2022

4. Mai 2021

Die Bischöfinnen und Bischöfe der weltweiten Methodistenkirche (United Methodist Church) hielten während fünf Tagen ein Online-Treffen ab. Sie bekräftigten ihre Entscheidung, dass neue Leitungspersonen in Ämter der weltweiten Methodistenkirche erst ab 2022 gewählt werden können.

Über 100 aktive und pensionierte methodistische Bischöfinnen und Bischöfe aus Afrika, Asien, Europa und Nordamerika hielten vom 26. April bis 30. April ein virtuelles Treffen ab. Dabei bekräftigten sie ihre Haltung, dass neue Bischöfinnen und Bischöfe erst nach der Generalkonferenz 2022 gewählt werden können. Dieselbe Regelung betrifft auch Gremien und Agenturen der weltweiten Methodistenkirchen.

Entscheidung offen

Die für 2020 geplante Tagung der Generalkonferenz, des obersten Leitungsgremiums der weltweiten Methodistenkirche, musste aufgrund der Corona-Pandemie zweimal verschoben werden. Sie ist nun für Anfang September 2022 geplant. Dadurch bleibt unter anderem die Entscheidung über eine mögliche Trennung der Methodistenkirchen aufgrund unterschiedlicher Beurteilungen zu Fragen der menschlichen Sexualität weiter in der Schwebe.

Amtszeit verlängert

Unmittelbare Auswirkungen hat die Verschiebung auch für einige der aktiven Bischöfinnen und Bischöfe. Diese wollten in diesem Jahr in den Ruhestand gehen. Der für die Schweiz zuständige Bischof Patrick Streiff hatte bereits Anfang März bekannt gegeben, dass er seine Amtszeit bis zur Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers verlängern werde. In den USA gibt es Pläne, dass Bischöfinnen und Bischöfe für die Übergangszeit die Verantwortung für grössere Gebiete übernehmen.

Amtsverständnis im Wandel

Intensiv berieten die Bischöfinnen und Bischöfe an ihrem Treffen auch, wie sich ihre bischöfliche Aufgabe in einem sich wandelnden Umfeld mit verändert. Eine Arbeitsgruppe stellte ihre bisherige Arbeit dazu vor. In Kleingruppen wurde diese Arbeit diskutiert. Ein Abschlussbericht wird für die Sitzung des Bischofsrats im November 2021 erwartet.

Aus der kirchlichen Arbeit

Ausserdem hörten die Bischöfinnen und Bischöfe verschiedene Berichte zu Fragen von Gerechtigkeit und Versöhnung, missionarischem Engagement, der Antirassismusarbeit, Gemeindevitalität und Leiterschaftsentwicklung sowie von der Reaktion des Hilfswerks der weltweiten Methodistenkirche (UMCOR) auf die COVID-Krise in Indien und in anderen Teil der Welt.

Führung ist wichtig

«Dies sind herausfordernde Zeiten für die Kirche. Die starke, beständige und nicht angstbesetzte Führung der Bischöfe wird in dieser Zeit sehr gebraucht», sagte Bischöfin Cynthia Fierro Harvey, Vorsitzende des Bischofsrats, in einer Pressemitteilung. «Wir sind nicht immer einer Meinung, aber ich glaube, dass wir aus einem Gefühl der Liebe und des Respekts füreinander und einer tiefen Verpflichtung gegenüber dem Evangelium Jesu Christi heraus handeln.»

S.F. / Pressemitteilung des Bischofsrats / Heather Hahn, UM-News
Beitragsbild: Bischöfin Sharma D. Lewis (oben rechts) von der Virginia Conference (USA) leitet ein morgendliche Andacht bei der Tagung des Bischofsrates der United Methodist Church am 30. April. (Screenshot via UM-News)

Videomitschnitte der öffentlichen Teile des Treffens (Facebook)

Weitere Newsmeldungen

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter


Generalkonferenz

Die Generalkonferenz ist das oberste Leitungsgremium der weltweiten Methodistenkirche (United Methodist Church). Die Konferenz kann das Kirchenrecht revidieren und Resolutionen zu aktuellen moralischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Fragen verabschieden. Sie genehmigt auch Programme und Budgets für kirchenweite Aktivitäten. Die für 2020 vorgesehene Tagung in Minneapolis (USA) ist inzwischen auf den 29. August bis 6. September 2022 verschoben worden.

Weitere Meldungen zur Generalkonferenz

Scroll Up