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Pfarrerin Chae Bin Kim führte in den Bericht ein

Ressourcen auf guter Grundlage transparent einsetzen

17. Juni 2021

Mit wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen wurde an der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist:innen in Thun ein Prozess und Kriterien für die Verteilung von Ressourcen in der Schweizer Methodistenkirche gutgeheissen. Die Grundlage ist gelegt, die Ausgestaltung der Modelle steht noch aus.

Eine im November 2020 zusammengestellte Arbeitsgruppe hat in einem intensiven Prozess in kürzester Zeit umfassende Grundlagen zur Erfassung und Bearbeitung des Ressourceneinsatzes in den Gemeinden und Bezirken erarbeitet. An der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist:innen in Thun stellte die Arbeitsgruppe mit einem kurzen Video und einigen Ausführungen das Ergebnis ihrer Arbeit vor.

Veränderung planen

Die Entwicklung der kirchlichen Gemeindearbeit wird differenziert wahrgenommen. Ein Richtungsentscheid muss zwingend in der Gemeinde gefällt werden. Den Status Quo beizubehalten ist dabei nicht möglich. Die Gemeindearbeit oder Teile davon werden entweder ausgebaut, umgebaut oder abgebaut.

Befürchtungen ausgeräumt

Das ist herausfordernd und heilsam, macht aber auch Angst. Diese Befürchtungen konnten in der Diskussion durch die Delegierten benannt und weitgehend durch die Arbeitsgruppe und den Vorstand entkräftet werden. Die Grundlagen sind gelegt mit den fünf Lebenszeichen und den skizzierten Standardstrategien für die Richtungsentscheidungen.

Partizipativ weiterarbeiten

Die Ausgestaltung der Modelle zur Verteilung der Ressourcen, der nächste Schritt, soll auf der an der beschlossenen Grundlage erarbeitet werden. Hier, an dieser Schnittstelle des ganzen Prozesses für einen transparenten Ressourceneinsatz, besteht wohl noch weiter einiges Unbehagen. Der Vorstand wurde eingeladen, diese Modelle ebenfalls in einer solch einfachen, präzisen, gut kommunizierten und partizipativen Art der Jährlichen Konferenz vorzulegen.

Arbeit vor Ort im Blick

Ausgangspunkt der angestrebten Analyse ist die Wirkung der Gemeinde vor Ort, gemessen am Auftrag der Kirche: «Menschen in die Nachfolge Jesu zu führen». Die Verantwortung für die Umsetzung des Auftrages liegt in der Kirchgemeinde vor Ort, ebenso der Einsatz der Ressourcen sowie die Überprüfung des Prozesses.

Innen- und Aussensicht

Neu zu den bisherigen «Standortbestimmungen» in den verschiedenen Gremien der Gemeinde kommt die Arbeit mit den fünf definierten Lebenszeichen bzw. Kriterien. Die gemeindeinterne Analyse wird begeleitet durch eine Sicht von aussen. Eine Dreiergruppe, bestehend aus einer Laienperson aus einem anderen Bezirk, dem Distriktsvorsteher / der Distriktsvorsteherin und einer Person aus der Gemeindeentwicklung, begleitet die Selbsteinschätzung und die Entscheidung über die Richtung der Gemeindearbeit in den nächsten drei Jahren bis hin zur nächsten Standortbestimmung.

Ausweitung auf gesamte Arbeit

Parallel zur Entwicklung von Modellen zur Ressourcenverteilung sollen auch Kriterien bzw. Lebenszeichen erarbeitet werden, um die Arbeit der Gremien der Methodistenkirche in der Schweiz in regelmässigen Standortbestimmungen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen und den Ressourceneinsatz auch da optimal zu regeln. – Mit der Annahme dieses Prozesses ist der erste Schritt auf einem noch langen, verheissungsvollen Weg getan.

Esther Baier
Beitragsbild: Pfarrerin Chae Bin Kim führte in den Bericht ein.

Arbeitspapier der Arbeitsgruppe

Einführendes Video der Arbeitsgruppe

 

Livestream «Jährliche Konferenz»

Infoseite «Jährliche Konferenz»

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