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Markus und Lea Hafner

Laien wollen ihre Sichtweise einbringen

18. Juni 2021

Am Freitagvormittag tagten die ordinierten Mitglieder und die Laienmitglieder der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist:innen in getrennten Sitzungen. In der «Laiensitzung» reflektierten die Delegierten ihre spezielle Rolle im Rahmen der kirchlichen Arbeit.

Die Lebensrealität der Laien in der Kirche ist eine andere als diejenige der Pfarrpersonen und gerade deshalb braucht es sie. Das Thema war nicht vorgesehen an der Laiensitzung, blitzte aber immer wieder auf.

Wahrnehmen und Fragen stellen

Via Zoom berichtete Moni Back, Laiendelegierte des Bezirks Liestal, von ihrer Motivation für dieses Amt und ihrem Erleben. Sie sieht sich als Brücke zwischen Fachleuten, Gremien und den Menschen in der Gemeinde. Deren Stimmen– auch die leisen – wahrzunehmen und in der Gemeindeleitung und darüber hinaus einzubringen, sieht sie als ihre Aufgabe. Und Fragen zu stellen. «Wenn schon ich etwas nicht verstehe, kann ich sicher sein, dass es den Leuten in der Gemeinde auch nicht klar sein wird», meinte sie. Darum frage sie nach, äussere ihre Meinung. Laien stehen in einem anderen Umfeld als Pfarrpersonen. Es wäre ein grosser Verlust, wenn ihre Sichtweise nicht einflösse, ist sie überzeugt.

Von der Tagung berichten

Der Berichterstattung von der Jährlichen Konferenz sei in Liestal jeweils ein ganzer Gottesdienst gewidmet. Das gebe die Möglichkeit, in der Gemeinde nicht nur Beschlüsse vorzustellen, sondern auch den Weg aufzuzeigen, den die Jährliche Konferenz gegangen sei.

Neulinge begleiten

Kai Uwe Dannenberg, der als Gast der Norddeutschen Konferenz via Zoom an der diesjährigen Jährlichen Konferenz teilnimmt, berichtete, wie er und andere erfahrene Laiendelegierte «Neulinge» begleiten. «Am ersten Konferenztag weiche ich jeweils nicht von der Seite des oder der Neuen, erkläre, beantworte Fragen.» Er staune über das gute Miteinander in der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika. Trotz aller Differenzen, trotz sprachlicher Hürden, gehe man hier sehr respektvoll miteinander um, nehme sich Zeit. «Das gefällt mir sehr», meinte er, «bei uns geht alles viel mehr Zackzack.» Er ermutigte die Laien, sich selbstbewusst einzubringen.

Mehr erfahren?

Brigitte Hetsch aus Frankreich, zugeschaltet via Zoom, hätte von ihm gerne mehr erfahren über den Gemeinschaftsbund in Deutschland. Einer vertieften Antwort standen technische Tücken wie auch die fehlende Zeit im Weg.

Themen aus Laiensicht

Christine Schneider äusserte den Wunsch, dass die Laiensitzung künftig genutzt werde, um Konferenzthemen aus Laiensicht zu besprechen. Die Laien müssten ja dann in der Gemeinde umsetzen, was beschlossen werde. Da sei es wichtig, dass sie Themen auch einmal unter sich besprechen könnten. Das Anliegen wurde von Martine Isenring unterstützt und von Konferenzlaienführerin Lea Hafner begrüsst. Es sei hilfreich zu hören, was die Laien wollten.

Weiterhin vakant

Weiterhin gibt es im Laienführerkonvent kein Mitglied aus Frankreich. Fehlende Deutschkenntnisse dürften bei der Auswahl von Interessierten keine Rolle spielen, wurde aus dem Plenum gefordert.

Christine Schneider
Beitragsbild: Das Konferenzlaienführerpaar Lea und Markus Hafner. (Foto: Screenshot Livestream)

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