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Konferenzmitglieder diskutieren in Gruppen

Was braucht es, um zusammen zu bleiben?

18. Juni 2021

In einem ersten thematischen Schwerpunktteil wurden die Delegierten der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist:innen am Donnerstag, 17. Juni, in den Arbeitsprozess der Spurgruppe «Zukunft EMK» hineingenommen.

Die durch die Jährliche Konferenz 2019 beauftragte Spurgruppe «Zukunft EMK» befasste sich mit der Frage, wie in der Schweiz, Frankreich und Nordafrika mit den Beschlüssen der Generalkonferenz zum Thema Homosexualität umgegangen werden kann. Als Ergebnis ihrer Arbeit hatte sie dem Vorstand ein «Szenario Kaleidoskop» vorgelegt, das ein respektvolles Miteinander unterschiedlicher Positionen in dieser Frage in einer Kirche vorsieht.

Ohne Gewinner und Verlierer

In einem ersten Thementeil zu diesem Szenario nahmen nun Mitglieder der Arbeitsgruppe die Delegierten mit hinein in ihren Prozess. Auf diese Weise sollten die Konferenzmitglieder in Ansätzen nachempfinden können, wie sich die Sicht der Gruppenmitglieder im Prozess verändert hatte. So sei es, berichteten Gruppenmitglieder, zum Beispiel sehr bald klar gewesen, dass es nicht darum gehen könne, am Ende Gewinner und Verlierer zu haben.

Vier Szenarien diskutiert

Zu Anfang lagen über zehn verschiedenen Szenarien vor, wie die Methodist:innen mit der unterschiedlichen Beurteilung menschlicher Sexualität umgehen könnten. Davon kamen schlussendlich vier in die engere Auswahl.

Eine Kirche bleiben

Nach vier Tagungen mit Konferenzmitgliedern und interessierten Laienpersonen im Januar und Februar 2020 blieb ein Szenario übrig. Dieses sah unterschiedliche Positionen in einer gemeinsamen Kirche vor. Der Fokus sollte auf dem gemeinsamen Missionsauftrag liegen. Dabei sollte es keine Spaltung trotz unterschiedlichen Überzeugungen geben. An diesem Szenario arbeitete die Gruppe weiter. Und es entstand das «Szenario Kaleidoskop»: Die Sicht einer Kirche, in der unterschiedliche Ansichten nicht nur toleriert, sondern respektiert werden.

In Gruppen arbeiten

Nachdem die Konferenzteilnehmer:innen auf diese Weise Einblicke in den Prozess der Gruppe erhalten hatten, arbeiteten sie selbst in kleinen Gruppen. Aufgabe war es, ein Thema zu wählen, das umstritten ist, etwa Migration, Recht auf Sterben in Würde – Assistierter Suizid. Dazu sollten folgende Fragen diskutiert werden:
• Ist es möglich, trotz unterschiedlicher Meinungen gemeinsam Kirche zu sein?
• Einigen wir uns darauf, den Weg trotzdem gemeinsam zu gehen, oder trennen wir uns?
• Was braucht es, um zusammen zu bleiben?

Die Zukunft der Kirche

In einer kurzen Runde gaben einzelne Gruppen eine Rückmeldung aus ihren Gesprächen und Erfahrungen. Danach gestaltete jede:r in der Gruppe ein kreatives Bild, mit dem die je eigene Vision für die Methodistenkirche der Zukunft zum Ausdruck gebracht werden sollte. Aus all diesen Bildern wird nun ein gemeinsames Bild erstellt. Ein Bild aus unterschiedlichen Teilen und doch ist klar, dass diese Teile zusammengehören.

Gunnar Wichers / S.F.
Beitragsbild: In kleinen Gruppen diskutierten die Konferenzteilnehmer:innen stritte Themen. (Foto: EMK Schweiz, S.F.)

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