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Distriktsvorsteher Etienne Rudolpk

Veränderungen im francophonen Teil der Kirche

20. Juni 2021

Am Freitagnachmittag erhielten die Delegierten an der Jährlichen Konferenz (Synode) der Methodist:innen in Thun Einblicke in die Arbeit im französisch-sprechenden Teil des Konferenzgebietes.

Marc Berger, Vorsitzender des Comité Directeur der Methodistenkirche in Frankreich, berichtete aus den Kirchgemeinden. Mit den Herausforderungen durch die Pandemie verbinden sich auch in Frankreich durchaus ermutigende Erfahrungen: An vielen Orten seien die auf digitalen Kanälen verbreiteten Gottesdienste offene Fenster gewesen, «die es Nachbarn und Freunden ermöglichten, einen Blick in einen Gottesdienst zu werfen, ohne aufzufallen.»

Von einzelnen Kirchgemeinden

Der Bezirk Codognan hat zu Beginn des Jahres beschlossen, die Methodistenkirche zu verlassen. Ein eher kongregationalistisches Verständnis und die andauernde Debatte über die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren waren der Grund für die Entscheidung. Die Ortsgemeinde in Saint Jean de Valériscle hat beschlossen, ihre Aktivitäten einzustellen, da die Mitgliederzahl zu klein geworden ist.

Dank an Pfarrer:innen

Marc Berger dankte in seinem Bericht den Pfarrer:innen, «jenen Männern und Frauen, die sich ganztags und oft darüber hinaus in der Kirche engagieren. Danke auch an eure Familien!»

Betrieb läuft wieder an

Grégoire Chahinian, Präsident des französischsprachigen «Methodistischen Zentrums für theologische Ausbildung» in Lausanne gab einen Einblick in die Arbeit dort. Zur Zeit seien fünf Studierende in der Begleitzeit. Die Finanzen bewegten sich nach der Gesundheitskrise wieder im erwarteten Rahmen und auch die Laienschulung nimmt ihre geplanten Angebote wieder auf.

Kirchliche Arbeit in Nordafrika

Freddy Nzambe, Pfarrer der Methodistenkirche in Tunesien, berichtet aus der kirchlichen Arbeit in seinem Land. Bis vor zwei Wochen kämpfte Tunesien mit steigenden Zahlen bei den Coronaneuinfektionen. Jetzt zeichne sich Besserung ab. Die Kirchen können wieder öffnen.

Herausfordernder hingegen ist die Situation in Algerien. Etienne Rudolph, Distriktsvorsteher für den französischsprechenden Teil des Konferenzgebietes, berichtete über die herausfordernden Situationen in Algerien. Mit einem Gebet brachte er Menschen, Gemeinden und Situationen vor Gott.

Wechsel in der Leitungsaufgabe

Während elf Jahren hat Etienne Rudolph den französischsprechenden Teil der Jährlichen Konferenz als Distriktsvorsteher geleitet. Nun gibt er diese Aufgabe ab. Der französischsprachige Distrikt erstrecke sich über ein grosses geographisches Gebiet, sagte Bischof Patrick Streiff. Er umfasst Gemeinden in Frankreich, in der Suisse Romande, in Belgien und in Nordafrika.

Neu wird ein Team aus drei Personen die Leitungsaufgabe in diesem Gebiet übernehmen. Freddy Nzambe wird für Nordafrika, Greogoire Chahinian für Frankreich zuständig sein. Etienne Rudolph wird in der Suisse Romande verantwortlich sein. Auf diese Weise könne am besten in den drei sehr unterschiedlichen Kulturen gewirkt werden, sagte Bischof Streiff.

Marc Nussbaumer / S.F.
Beitragsbild: Distriktsvorsteher Etienne Rudolph (Foto: EMK Schweiz, S.F.)

Infoseite «Jährliche Konferenz»

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