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Bild: Flüchtlinge in Cluj

Methodisten in Rumänien bieten ukrainische Flüchtlingen Unterkunft

1. März 2022

Die Methodisten in Cluj-Napoca (Rumänien) weihten im vergangenen Jahr ein neues Gemeindezentrum ein. Nun beherbergt das ehemalige Hotel wieder «Gäste», die aus der Ukraine fliehen mussten.

Das ehemalige Hotel Hanul Fullton in Cluj zu mieten, war 🔗eine mutige Entscheidung der dortigen Methodistenkirche. Jetzt, da aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine zahlreiche Menschen fliehen, erweist sich der Entscheid als segensreich.

Rares Calugar, Superintendent der Methodistenkirche in Rumänien, berichtet am Telefon, das Zentrum sei aktuell voll belegt. Vor allem Frauen und Kinder, die aus der Ukraine geflohen sind, haben hier eine vorübergehende Unterkunft gefunden. Sie erhalten zu essen und haben die Möglichkeit zu Gesprächen und Beratung.

Auf der Durchreise

Viele der Personen, die aktuell im Zentrum untergekommen sind, befinden sich nur auf der Durchreise. Einige hoffen darauf, wieder in die Ukraine zurückkehren zu können, wenn sich die Situation dort beruhigt hat. Diejenigen, die in Rumänien bleiben möchten, werden in andere Unterkünfte in der Stadt verlegt.

Gut vernetzt

«Die Methodistenkirche hat in Cluj ein Netzwerk aufgebaut und kann auf zahlreiche Wohnungen und Häuser zurückgreifen, in denen diejenigen unterkommen können, die das Gemeinschaftszentrum verlassen, um neu ankommenden Personen Platz zu machen» sagt Rares Calugar.

Flüchtlingen helfen

Connexio develop, die Organisation für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit der Metho­disten­kirche in der Schweiz unter­stützt Initiativen und Projekte für Flüchtlinge in der Ukraine selbst und in den verschiedenen Anrainerstaaten

Spenden Sie jetzt!
(Vermerk: «Nothilfe Ukraine»)

Bevölkerung spendet Lebensmittel

Die Spendenbereitschaft der einheimischen Bevölkerung sei hoch. Die Methodist:innen erhalten Lebensmittel und andere Sachspenden zur Versorgung der geflohenen Menschen. Diese verteilen sie nicht nur unter den Flüchtlingen in Cluj. Sie seien auch schon mit einem Fahrzeug an die Grenze gefahren, um dort neu ankommenden Personen Hilfsgüter zur Verfügung zu stellen, erzählt Calugar.

Auf Spenden angewiesen

Zur Finanzierung des Zentrums wäre die Methodistenkirche eigentlich auf die Einnahmen durch Vermietungen, Tagungen und Unterkünfte angewiesen. Daher ist klar, dass sie die Miete des Hotels, die Löhne für die Mitarbeitenden und die Unterstützung der Flüchtlinge nicht aus eigenen Kräften wird tragen können. Im Netzwerk der methodistischen Kirchen in Europa und weltweit werden darum im Moment Spenden gesammelt, um damit Direkthilfe für Flüchtlinge wie in Cluj und vergleichbare Projekte in Polen, Ungarn und der Slowakei zu unterstützen.

SF / Urs Schweizer
Beitragsbild: Eine junge Frau und zwei Kinder im Zentrum der Methodist:innen in Cluj. (Bild: zVg)

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