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Bild: Bischof Patrick Streiff an der Tagung der JK 2022 in Thun

Unter­stützung für Bischof Pat­rick Streiff durch Bischofs­rat der Metho­disten

29. April 2022

An ihrer Früh­jahrs­tagung haben die Bischöf:innen der welt­weiten Metho­disten­kirche Bischof Patrick Streiff ihre Unter­stützung zu­gesprochen. Hinter­grund ist die Tren­nung der Metho­dist:innen in Bul­garien und Ru­mänien von der Uni­ted Metho­dist Church.

Seit Anfang der Woche beraten die Bischöf:innen der United Methodist Church (UMC) an ihrem online durchgeführten Frühjahrstreffen über kirchliche Leitungsfragen. Im Laufe der Beratungen kam auch die 🔗Entscheidung der Methodist.innen in Bulgarien und Rumänien von Anfang April zur Sprache, sich von der UMC zu trennen. Die Bischöf:innen stellten sich dabei klar hinter Bischof Patrick Streiff. Im Folgenden die Übersetzung der entsprechenden Passage aus der 🔗Pressemeldung des Bischofsrats.

«Mit einer klaren Entscheidung bekräftigten die Bischöf:innen der United Methodist Church am dritten Tag ihrer Frühjahrstagung ihre Unterstützung für Bischof Patrick Streiff, Bischof der 🔗Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa, nach der Entscheidung der Provisorischen Jährlichen Konferenz Bulgarien-Rumänien, die Denomination zu verlassen.

In dem Antrag des Bischofsrates heisst es:

Wir bestätigen die bischöfliche Leitung von Bischof Patrick Streiff in vier Punkten:
• Sein Engagement für die Mission der Kirche, in Übereinstimmung mit den Paragraphen 121-125 der Kirchenordnung (Book of Discipline).
• Seine gemeinschaftsorienierte Gesinnung und sein Engagement für die Einheit der Kirche.
• Sein konsequentes Bemühen um die Einhaltung der Kirchenordnung und
• seine gnädige und wohlwollende Haltung.

Nach der Entscheidung von Bischof Streiff haben die Mitglieder der bulgarisch-rumänischen Konferenz am 1. April während der Jahrestagung der Konferenz in Varna, Bulgarien, eine Resolution zur Trennung von der Kirche verabschiedet.

In einer 🔗Stellungnahme vom 7. April erklärte Bischof Streiff, die Abstimmung über den Austritt sei ‹ohne rechtliche Grundlage in der Kirchenordnung› erfolgt.

‹Ich bedauere zutiefst, dass die Kirche in Bulgarien nicht bereit war, auf der Grundlage der Kirchenordnung aus der EMK auszuscheiden, und entschied, alle Verbindungen zur Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa abzubrechen›, sagte Streiff. ‹Mit der EMK in Rumänien werde ich darauf hinarbeiten, dass ein gegenseitig respektvoller Weg gefunden werden kann, die UMC zu verlassen.›»

Die Beratungen der Bischöf:innen dauern heute noch an. Ab 15:45 Uhr unserer Zeit wird die Sitzung auf der 🔗Facebook-Seite des Bischofsrats als Livestream übertragen.

S.F. / Bischof Patrick Streiff
Beitragsbild: S.F.  / EMK Schweiz

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Zentralkonferenz

In Afrika, Europa und auf den Philippinen bilden die Jährlichen Konferenzen (Synoden) der Methodistenkirche einer grösseren Region sogenannte Zentralkonferenzen. In Europa sind dies die Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropa, die Zentralkonferenz Nordeuropa und Eurasien sowie die Zentralkonferenz Deutschland. Diese drei Zentralkonferenzen erstrecken sich über 32 Länder und zehn Zeitzonen in Europa und Asien. Die Zentralkonferenz bildet eine administrative Einheit, die die gemeinsame Arbeit und Mission koordiniert und auch ihren Bischof oder ihre Bischöfin wählt. Die an eine Zentralkonferenz entsandten Delegierten sind zu gleichen Teilen Laien und pastorale Mitglieder. Die Jährliche Konferenz (Synode) Schweiz-Frankreich-Nordafrika ist Teil der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa, deren Bischof seit 2006  Dr. Patrick Streiff (Zürich) ist. 15 weitere Länder von Polen bis Nordafrika gehören zu dieser Zentralkonferenz.