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Bild: Marietjie Odendaal

Arbeitsgruppe für umweltgerechtes Handeln eingesetzt

16. Juni 2023

Die Delegierten an der Jährlichen Konferenz (Synode) der methodistischen Kirche diskutierten am Donnerstagvormittag über Schritte zu mehr Klimagerechtigkeit. Mit deutlicher Mehrheit wurde die Einsetzung einer entsprechenden Arbeitsgruppe beschlossen.

Aus der Gruppe «Creation Care» des Ausschusses für Kirche und Gesellschaft der methodistischen Kirche lag den Delegierten an der Jährlichen Konferenz (Synode) der Antrag vor, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die «konkrete Schritte vorschlagen soll, wie Abläufe und Organisation umweltgerechter verändert werden können».

Methodistischer Dreiklang

Marietjie Odendaal, Vorsitzende des Ausschusses für Kirche und Gesellschaft, nahm die Delegierten anhand des methodistischen Dreiklangs «Böses meiden, Gutes tun und die Gnadenmittel zu gebrauchen» der allgemeinen Regeln, hinein in die Überlegungen und Hoffnungen, die der Ausschuss Kirche und Gesellschaft mit dem Antrag zur Klimagerechtigkeit verbindet.

Handeln statt erstarren

Die «Allgemeinen Regeln» seien als gutes Fundament weit mehr als ein moralischer Anspruch. Sie würden dazu einladen über die Konsequenzen des eigenen Tuns nachzudenken und mutig und verantwortungsvoll zu handeln, statt lahmgelegt zu erstarren.

Mit erweitertem Blick

Die Gnadenmittel zu gebrauchen, heisse auch, Gottes Liebe zu kennen, darauf zu antworten und im Feiern jene Menschen im Blick zu haben, die für den Kaffee, den Blumenschmuck und vieles mehr gearbeitet haben. «Wir wollen mit dem Antrag nicht nur neue Schritte tun, sondern uns auch bewusstwerden, was alles schon gut läuft.»

Kirche mit besonderer Verantwortung

Für den Vorstand nahm Stefan Fehlmann den Faden auf und berichtete aus persönlicher Sicht von der Schönheit der Lenk, von seiner Liebe zur Natur und wie ihm die Bewahrung der Schöpfung wichtig ist.

«Wir können auf vielfältige Weise unseren Beitrag leisten und haben gerade als Christen und Kirche eine besondere Verantwortung für die Klimagerechtigkeit.» Deshalb unterstütze auch der Vorstand den Antrag, den die Creation Care Gruppe initiiert hatte.

Gegenantrag abgelehnt

In der Diskussion wurde zuerst über einen Gegenantrag debattiert, der strukturelle Klarheit über die Bildung der Arbeitsgruppe bringen wollte, die im ursprünglichen Antrag vermisst worden war. Da der anvisierte Zeitplan vom Hauptantrag für viele zentral war, wurde der Gegenantrag deutlich abgelehnt.

Klare Zustimmung

Bei der inhaltlichen Diskussion formulierte ein Delegierter die Befürchtung, dass das Anliegen den Weg vom Papier in die Herzen nicht finden wird, da die Inhalte ja längst bekannt seien. Eine andere Person befürchtete Widerstand, wenn die Klimagerechtigkeit von der gesamtschweizerischen Ebene in die Bezirke getragen wird.

Am Ende war das Anliegen unumstritten und wurde mit überwältigender Mehrheit bei rund 15 Gegenstimmen beschlossen.

Serge Frutiger / S.F.
Beitragsbild: Marietjie Odendaal führte in den Bericht ein. (Fotos: S.F. / EMK Schweiz)

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