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Bild: Prüfungsgespräch in der Kirchenkanzlei

Vorbildliches Umwelt-Management der Verwaltungszentrale bestätigt

18. Juli 2023

Die Kirchenkanzlei der methodistischen Kirche in Deutschland erhält erneut den «Grünen Gockel». Auf der Basis festgelegter Standards wird damit deren vorbildliches Engagement für die Umwelt gewürdigt.

Zum vierten Mal erfüllte die Kirchenkanzlei der methodistischen Kirche in Deutschland die Auflagen einer offiziellen und unabhängigen Umweltprüfung. Mit der Unterschrift der Prüferin unter den sogenannten «Auditbericht» ist die Kirchenkanzlei erneut mit dem «Grünen Hahn» (auch: «Grüner Gockel») zertifiziert. Damit darf sie sich weiterhin mit dem Hahn-Zeichen vorbildlichen Umweltmanagements am Eingang präsentieren.

Grüner Gockel (Grüner Güggel)
Der «Grüne Gockel» (in der Schweiz: «Grüner Güggel») ist ein Umweltmanagementsystem für Kirchengemeinden und kirchliche Werke. Die Umweltauswirkungen einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung werden erfasst und bewertet. Aus den Erkenntnissen werden Ziele abgeleitet, bei deren Umsetzung schädliche Umweltauswirkungen reduziert und positive Auswirkungen verstärkt und ausgebaut werden.
In der Schweiz erfolgt der Weg zum Zertifikat in zehn Schritten. Ein Umweltteam macht eine Bestandsaufnahme und erarbeitet in einem Umweltprogramm die wichtigsten Massnahmen. Klare Abläufe und Verantwortlichkeiten stellen sicher, dass Umweltfragen regelmässig bearbeitet werden.
Weitere Infos zum Prozedere in der Schweiz auf der Website von oeku Kirchen für die Umwelt.

Selbstverständliches Engagement

Seit 2010 ist die Verwaltungszentrale der Methodistenkirche in Deutschland in ökologischer Hinsicht aktiv. In besonderer Weise nutzt sie die «Multiplikatorwirkung», wie die Auditorin Carmen Ketterl anerkennend schreibt. In dieser Funktion habe die Kirchenkanzlei die «wesentliche Chance ihres Umweltengagements erkannt». Dazu gehörten «häufige Meldungen und Berichte» zu Aspekten von Umwelt- und Klimaschutz oder zur Bewahrung der Schöpfung. Von den Adressat:innen würden diese Anregungen inzwischen als Themen wahrgenommen, «die selbstverständlich dazugehören im kirchlichen Leben».

Harald Rückert, der für Deutschland zuständige methodistische Bischof, betont in seinem Vorwort zum Umweltbericht, die ökologische Vorreiterrolle der Kirchenkanzlei als «eine Einladung an viele andere zum Mitmachen». Wenn das weiterhin gelänge, sei es «ein gemeinsamer Ausweis der in der methodistischen Theologie so bezeichneten ‹sozialen Heiligung›, oder in diesem Kontext vielleicht besser ‹umweltbezogene Heiligung› zu nennenden Glaubenspraxis». Rückerts Schlussfolgerung: «Daran wollen wir uns weiterhin messen lassen.»

Nachahmenswerte Regelungen

Ausdrücklich erwähnt die Prüferin in ihrem Bericht die verbindlichen Dienstreiseregelungen als «Meilenstein der Umweltleistung der Kirchenkanzlei». Die in diesen Regelungen festgelegte Bevorzugung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und die Auswahl von Konferenzorten nach der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei ein «nachahmenswertes Beispiel für andere Kirchen».

Auch das inzwischen gut eingeführte ökofaire Zertifizierungsprogramm «Schöpfungs-Leiter» findet als von der Kirchenkanzlei aktiv gefördertes Projekt die Anerkennung der Prüferin. Der für Kirchgemeinden damit verbundene Einstieg in «ein niedrigschwelliges Umweltmanagement» füge sich «harmonisch in das Gemeindeleben ein und ist ein geeignetes Instrument, um die Umweltleistung der Gemeinden zu verbessern».

Zertifizierung als Ansporn

«Wir haben fertig!», kommentierte Stefan Weiland die erneut erfolgte Zertifizierung mit dem Grünen Hahn. Allerdings, so der in Deutschland innerhalb der methodistischen Kirche für Umweltberatung und schöpfungsgemässes Handeln in Kirche und Gemeinde zuständige Berater, sei das Zertifikat auch ein Ansporn: «Wir wollen noch viele unserer Gemeinden dafür gewinnen, Nachhaltigkeit und schöpfungsgemässes Handeln als natürlichen Auftrag der Gemeindearbeit zu erkennen und danach zu handeln.»

Klaus Ulrich Ruof, emk.de
Beitragsbild: «Prüfungsgespräch»: Die Auditorin Carmen Ketterl im Gespräch mit dem Leiter der Kirchenkanzlei, Jörg Hammer. Im Hintergrund Stefan Weiland, der für Umweltberatung und schöpfungsgemässes Handeln in Kirche und Gemeinde zuständig ist. (Foto: Klaus Ulrich Ruof, emk.de)

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