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Ein Mann ist im Profil zu sehen. Er steht an einem Rednerpult und hat die Arme ausgebreitet.

Letzte Klärungen nach Trennung in Frankreich

15. Juni 2024

Die Delegierten an die Jährlichen Konferenz (Kirchenparlament) der Methodist:innen, die in Rothrist tagt, hörten am Nachmittag des 14. Juni von der Situation im francophonen Teil der kirchlichen Arbeit.

«Ich habe keine Ergänzungen zum schriftlichen Bericht», beginnt der fütr die methodistische Kirche in Frankreich zuständige Superintendent Grégoire Chahinian die Berichterstattung. Er fügt gleichwohl an, dass die letzten Monate sehr kräfte- und energiezehrend gewesen seien. Nach 20 Jahren gemeinsam in der weltweiten United Methodist Church (UMC) kam es im Oktober 2023 nach einer Abstimmung zur Trennung. Nun werden gute Lösungen für die Umsetzung der Trennung ausgearbeitet. Dies wird weiterhin energiezehrend sein.

Es wird ruhiger

Die Gespräche seien herausfordernd und nicht immer einfach gewesen. Nun seien die Gemeinden dabei, sich neu zu formen und zu finden. Bis Ende Juni 2024 soll geklärt werden, wie es mit den Gebäuden von aus der UMC austretenden Gemeinden und deren Finanzierung weitergeht. Zudem brauch es weiter viele Gespräche und ernsthafte Versöhnungsarbeit.

Luc Brinkert, bis vor kurzem noch Vorsitzender des Comité directeur, des für die Arbeit in Frankreich zuständigen Leitungsgremiums war, ergänzt mit einigen Details und spricht von Zahlen: Sieben Gemeinden bleiben in der UMC und also Teil der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika. Neun Gemeinden verlassen die UMC und gründen die neue Organisation EPEM (Eglise Protestante Evangélique Méthodiste).

Weiteres Vorgehen

Ende August 2024 wird eine ausserordentliche Konferenz in Frankreich stattfinden. Dabei werden die offenen Fragen der Finanzierung geklärt. Ende Juni werden zwei der Gebäude an die EPEM transferiert.

Das Klima in den französischen Gemeinden und Gesprächen habe sich seit Oktober sehr beruhigt und verbessert. Darüber sind alle froh und wollen nun endlich ihre weiteren Wege gehen und gestalten.

Dies war der letzte Bericht von Luc Brinkert, denn er wird sich der EPEM anschliessen. Er verabschiedet sich mit einem versöhnlich klingenden «uf wiederluege».
In einem nur mündlich gegebenen Bericht hören die Delegierten von der zugespitzt herausfordernden Situation der kirchlichen Arbeit in Nordafrika. Nicht nur die methodistische Kirche, auch andere Kirchen und christliche Werke sind von der nicht einfachen Situation dort betroffen.

Anschliessend an den Bericht nimmt die Konferenzversammlung sich Zeit für Gebete. Einige Delegierte bringen voller Betroffenheit, Ohnmacht, aber auch Mut und unerschütterlichem Glauben die Situation der Methodist:innen in Nordafrika vor Gott.

Monika Schär / S.F.
Beitragsbild: Luc Brinkert vertritt ein letztes Mal einen Bericht vor der Tagung der Jährlichen Konferenz. (Foto: S.F. / EMK Schweiz)

Übersichtsseite zur Jährlichen Konferenz

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