Bezirk
Am linken Bildrand ist der Rand eines Sonnenschirm zu sehen. Daran hängen beriets einige beschriftete Streifen. Ein mann befestegt gerade einen weiteren.

Namen und kurze Geschichten in Erinnerung gerufen

16. Juni 2024

In kurzen Sätzen trugen Mitglieder des Ausschusses «Kirche und Gesellschaft» den Delegierten an der Jährlichen Konferenz (Kirchenparlament) am Freitagnachmittag Geschichten von Menschen vor. Sie gaben so denen für einen Moment Raum und Würde, die sonst nur in Zahlen versteckt bleiben.

Der Ausschuss «Kirche und Gesellschaft» befasst sich schwerpunktmässig mit Fragen der Migration. Die Mitglieder des Ausschusses nutzten die ihnen an der Tagung der Jährlichen Konferenz der Methodist:innen in Rothrist zugeteilte Sitzungszeit dazu, um an Menschen zu erinnern, die bei ihrer Flucht nach Europa gestorben sind.

Pfarrer Freddy Nzambe auf Französisch und Pfarrerin Marietjie Odendaal auf Deutsch riefen nacheinander mit wenigen Stichworten einzelne Schicksale in Erinnerung. Namen von Gestorbenen, sofern sie bekannt waren, ihr Alter, Geschlecht, der Ort, an dem sie gestorben sind oder wo sterbliche Überreste von ihnen gefunden wurden.

Ein aufgespannter Sonnenschirm auf der Bühne solle symbolisieren, dass es für diese Menschen keinen Schutz gab. Während die Namen und Geschichten verlesen wurden, brachten andere Mitglieder des Ausschusses im Hintergrund an dem aufgespannten Schirm Stoffstreifen an, auf denen Namen oder die Geschichten standen.

Auch die Delegierten fanden auf ihren Tischen Namen und Stoffstreifen vor. Sie wurden eingeladen, die Namen auf die Stoffstreifen zu schreiben und ebenfalls am Schirm anzuheften. Sehr viele folgten der Einladung.

S.F.
Beitragsbild: Pfarrer Ernst Hug befestigt Streifen, auf denen Namen und Geschichten notiert sind, an einem Schirm. (Foto: S.F./ EMK Schweiz)

Übersichtsseite zur Jährlichen Konferenz

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