Bezirk

Strategie

Einige EMK Gemeinden werden in den nächsten Jahren ihren Auftrag an entsprechenden Standorten in der Schweiz nicht mehr wahrnehmen können, sei dies aus demographischen oder finanziellen Gründen. Damit EMK Schweiz diese Standorte und die damit verbundenen Möglichkeiten zum Bau des Reiches Gottes (Missio Dei) nicht verliert, rufen wir das Projekt Legacy ins Leben. Unter der Leitung vom Bereich GemeindeEntwicklung wird nach Möglichkeiten gesucht, die Standorte und Liegenschaften an den Standorten spezifisch zu revitalisieren: Es sollen neue Formen von Kirche entstehen. Mit dem Projekt Legacy verliert EMK Schweiz seine Standorte und Gebäude nicht und kann seine Aufträge vor Ort weiterführen.

Evaluation und Entscheidung für ein Projekt

Als erster Schritt wird eine SozialRaumAnalyse (SzRA) erstellt. Diese untersucht die Aspekte der drei Plätzen First/Second/Third Place – Wohnen/ Arbeiten/ Sein. Der Fokus liegt auf den bestehenden Netzwerken, beobachtet das Umfeld und Spezifikationen des Standortes. Die Evaluation erfolgt über Statistiken, Informationen zum Ort und Gesprächen mit Schlüsselpersonen aus Politik, Vereinswesen, Gewerbe und Kirchen. Die Resultate dieser Recherchen soll die Entscheidungsgrundlage liefern, ob und in welchem Bereich sich ein Engagement für die EMK lohnt. Aufgrund dieser Einschätzung erstellt der Bereich GemeindeEntwicklung zuhanden des Kabinetts eine Empfehlung zur Umsetzung.

In einem nächsten Schritt wird das Projekt Legacy durch einen Pionier/Team weitergeführt und umgesetzt. In diesem Stadium erfolgen weitere Gespräche und Abklärungen, die zu einer konkreten Umsetzung führen. Dabei soll der fx-Zyklus (vgl. Seite 2) einen groben Zeitplan vorgeben. Die Geschichte und Erkenntnisse der scheidenden EMK Gemeinde und deren Vertreter sollen hier mit einfliessen und gehört werden.

Pionier-Team

Ein Legacy Projekt setzt einen Pionier / eine Pionierin, vorzugsweise mit einem kleinen Team, voraus. Das Profil muss sich aus folgenden Punkten zusammensetzten:

• Muss offen für neue Wege sein, sensibel für die Bedürfnisse und Möglichkeiten des direkten Umfeldes (ein vorgefertigter Plan ist nicht zielführend).
• Muss sich der eigenen Fähigkeiten und Gaben, wie auch Grenzen bewusst sein.
• Braucht ein hohes Mass an Selbstmanagement.
• Muss bereit sein, den eigenen Lebensunterhalt so weit wie möglich selbst zu finanzieren (min. 60%). Wenn immer möglich am Standort und dessen Umfeld. Dadurch werden Kontakte zum Gewerbe gefördert und nötige Netzwerk und Beziehungen aufgebaut.
• Das Projekt ist Teil der EMK Schweiz und fügt sich in deren Strukturen (z.B. via Bezirk Kirche anders) ein. Es wird von Gemeindeentwicklung gecoacht.

Einbindung in die EMK Schweiz

Das Projekt Legacy wird durch den Bereich GemeindeEntwicklung EMK Schweiz vorangetrieben. Die neuen Projekte Legacy können in den Bezirk «Kirche anders» eingegliedert werden. Solange, bis sie eine selbständige Gemeinde werden können. Dieser Bezirk ist nicht regional organisiert sondern umfasst verschiedene Projekte in der ganzen Schweiz. Wo möglich sollen die Leiter*Innen eines Projekt Legacy den Status Lokalpfarrers erhalten. Wo keine entsprechende theologische Ausbildung und Akkreditierung vorhanden ist, ist dies anzustreben. Diese Einbindung drückt die Verbundenheit zur EMK Schweiz aus und ermöglicht eine Teilnahme an wichtigen EMK Veranstaltungen und Schulungen.

Die Beauftragung der Projektleitenden erfolgt durch das Kabinett und wird entsprechend kommuniziert.

Beteiligung und Verantwortung

Geschäftsleitung – GemeindeEntwicklung

Matthias Fankhauser [email protected]

Chris Forster [email protected]

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Kabinett

Die oder der jeweils zuständige Distriktsvorsteher:in bei Phase 1

Anhang: Projektphasen

Zyklus einer FreshXpressions

Phase #1: Gebet, anhaltendes Hören auf Gott und das Umfeld
Phase #2: Beziehungen aufbauen, dienen und lieben
Phase #3: Gemeinschaft aufbauen
Phase #4: Jüngerschaft leben
Phase #5: Kirche (Reich Gottes) nimmt Form an
Phase #6: Teilung, Multiplikation, Neuanfang